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Wer sind die Schutzengel?

Unser Kinderfest am 12. Mai auf dem Altstädter Kirchplatz

Die Temperaturen stürzten pünktlich zu den Eisheiligen in den Keller. Trotzdem wurde unser Kinderfest ein voller Erfolg. Bis zum späten Nachmittag registrierten wir einen regen Zulauf vieler Interessierter.

Die Kinder ließen sich schminken, malten Gipsfiguren an oder übten sich im Dosenwerfen. Ein ums andere Mal lud das Kinderkarussel zu einer gemütlichen Rundfahrt ein. Zum Verweilen für die Eltern gab es Kaffee und Kuchen. Für Spaß und Unterhaltung sorgte unter anderem der Clown Kunibert.

 

 


Zum Anmalen
gab es Gipsfiguren
Schminken für Klein
und Groß
Clown Kunibert
Überraschung
Sylvia Löhrmann (Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW) im Gespräch mit Karin Sarbandi und Jochen Burchardt
v.l.n.r. Britta Haßelmann (MdB aus Bielefeld) und Claudia Roth (MdB) im Gespräch mit Annette Steinschmidt und Karin Sarbandi

Besonders gefreut hat uns der Besuch von Frau Sylvia Löhrman (Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW), Frau Britta Haßelmann aus Bielefeld (MdB) und Claudia Roth (Bundesvorsitzende der Grünen und MdB). Die Politikerinnen nahmen sich trotz knapper Zeit am Rande ihres Landeswahlkampfes NRW einige Minuten, kamen zu unserem Stand und informierten sich über unsere Arbeit.


Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Helfern und Unterstützern, ohne deren Hilfe dieses Sommerfest nicht möglich gewesen wäre!


Wer sind die Schutzengel?

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich für den Schutz von Kindern einsetzt. Wir bieten Hilfe und Unterstützung für alle Betroffenen.

 

Wir sind Ansprechpartner und hören zu. Wir nehmen Kontakt zu geeigneten Beratungsstellen auf.

 

Betroffen sind alle, die sich betroffen fühlen.
Die Missbrauchten, Eltern, Großeltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, Bekannte, Nachbarn und alle, die etwas hören und sehen.

 

 


Seit mehr als 10 Jahren Schutzengel

"Kinder, die missbraucht wurden, haben ein Leben lang damit zu tun. Die Narbe geht niemals weg. Ist das nicht furchtbar?" Karin Sarbandi weiß, wovon sie spricht. Sie ist 1. Vorsitzende des Schutzengel Vereins, der sich für den Schutz von Kindern in Not einsetzt.

Seit mehr als zehn Jahren leistet der Verein Großes für die Kleinsten in der Stadt: Kinder und Jugendliche, die Gewalt erfahren haben. "Die Statistik sagt, es werden immer mehr Opfer", erzählt Karin Sarbandi. Und der Schatzmeister des Vereins, Jochen Burchardt, fügt hinzu: "Wenn nur der Verdacht der Dunkelziffer annähernd stimmt, gibt es ja einen Riesenanteil, der nie aufgedeckt wird." Genug Gründe für die Mitglieder, anzupacken.

 


v.l. Karin Sarbandi (1. Vorsitzende), Annette Steinschmidt (2. Vorsitzende) und Jochen Burchardt (Finanzen)

 

Der Verein bietet auf der einen Seite eine erste Anlaufstelle für Opfer und ihre Angehörigen und auf der anderen Seite finanzielle Hilfe für alles, was danach kommt. An einem 24- Stunden-Sorgentelefon hören die Schutzengel erst einmal zu und helfen dann, die nächste richtige Anlaufstelle zu finden. Diese sind zum Beispiel die ärztliche Beratungsstelle oder das Mädchenhaus. „Die leisten einfach tolle Arbeit und deshalb unterstützen wir diese und andere Einrichtungen finanziell so gut wir können“, so die 2. Vorsitzende Annette Steinschmidt. Auch das Jugendamt kommt oft auf den Verein zu und bittet um finanzielle Unterstützung für Therapien. Das Geld für die Schutzengel-Arbeit kommt aus Mitgliedsbeiträgen und zum größten Teil aus Spenden. „Wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten, könnten wir noch mehr helfen“, so Karin Sarbandi.

Manche Fälle aus den vergangenen zehn Jahren hat keines der engagierten Mitglieder vergessen. Den eines Jungen zum Beispiel, der über ein Jahr lang von mehreren Mitschülern missbraucht wurde. Nach dem Presserummel organisierte der Schutzengel Verein dem Fußballfan ein Wochenende im Mövenpick-Hotel und ein Treffen mit Arminia Bielefeld zum Abschalten.

      

„Neben all den belastenden Fällen gibt es auch schöne Momente in unserer Arbeit“, erzählt Annette Steinschmidt. Zum Beispiel dann, wenn sie bei einer Weihnachtsfeier im Kinderzentrum in strahlende Kinderaugen blicken kann oder sich Mütter und Kinder für einen Ausflug bedanken, den der Verein möglich gemacht hat. „Es sind die schönen Sachen, die die Kinder speichern.“ Der Verein möchte den Kindern und Angehörigen helfen, den Weg zurück in ein normales Leben zu finden. Trotzdem ist das nicht das einzige Ziel der Engelarbeit. „Wir möchten auch wachrütteln und den Leuten sagen: SCHAUT NICHT WEG!“ Der Verein will Mut machen, die Augen nicht zu verschließen.

Was wünschen sich die Mitglieder für die nächsten Jahre? „Dass wir die Kinder glücklich machen können – ein bisschen wenigstens“, lächelt Karin Sarbandi. Jochen Burchardt bringt es auf den Punkt: „Am meisten wünschen wir uns, dass die Hilfestellungen des Vereins gar nicht mehr nötig wären.“ Bis dahin sind die Schutzengel weiter im Einsatz.


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