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Wer sind die Schutzengel?

Ein Tag für die Kinder...

Gute Laune verbreiten und über unsere Arbeit informieren, das war unser Ziel am letzten Samstag, dem 9 Juli, auf dem Altstädter Kirchplatz in Bielefeld. Dafür hatten wir einiges vorbereitet;  Zwischen Clownerie und Gauklern durften die Kinder nach Herzenslust Karussel fahren, Malen und Basteln, sich schminken lassen oder Dosenwerfen. Unser ausschließlich ehrenamtlich tätige Team um Karin Sarbandi, der ersten Vorsitzenden, klärte währenddessen über die Arbeit der  Schutzengel auf und warb um neue Mitglieder. „Wir wollen präsent sein und auf uns aufmerksam machen. Wir bieten Hilfe an und suchen stets Unterstützer  in unserem Engagement für die Opfer von Missbrauch und dem damit verbundenen unsäglichen Leid der Betroffenen“, so Sarbandi und fügt hinzu „Hilfe ist kein Selbstläufer, wir müssen an die Opfer ran und stets potenzielle Spender informieren, die wissen sollen, wofür ihr Geld verwendet wird.“ 

 

Unser Dank

Wir danken ausdrücklich allen Helfern und Spendern für ihre Unterstützung!


Wer und was sind die Schutzengel?

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich seit seinem Gründungsjahr 1998 für den Schutz von Kindern einsetzt. Wir bieten misshandelten und missbrauchten Kindern Hilfe an und unterstützen alle Betroffenen.

 

Im allgemeinen Sprachgebrauch definiert man Schutzengel als Helfer im Hintergrund. Sie sind da, auch wenn man sie nicht sieht. Sie schützen und helfen. Sie geben Hoffnung und Zuversicht. Genau so verstehen wir unsere Arbeit. Wir arbeiten diskret im Hintergrund. Wir drängen uns nicht auf, helfen jedoch wann immer wir können. Dabei arbeiten wir eng mit institutionellen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, wie zum Beispiel den Jugendämtern zusammen. Wir sind Ansprechpartner und hören zu. Wir nehmen Kontakt zu geeigneten Beratungsstellen auf.

 

Wir möchten den Kindern und Jugendlichen helfen neuen Mut zu fassen und gleichzeitig optimistischer in die Zukunft blicken zu können.
Wir arbeiten ehrenamtlich und finanzieren uns über Mitgliedsbeiträge und Spenden.  

 

Betroffen sind alle, die sich betroffen fühlen. Die Missbrauchten, Eltern, Großeltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, Bekannte, Nachbarn und alle, die etwas hören und sehen. 


Seit mehr als 15 Jahren Schutzengel

"Kinder, die missbraucht wurden, haben ein Leben lang damit zu tun. Die Narbe geht niemals weg. Ist das nicht furchtbar?" Karin Sarbandi weiß, wovon sie spricht. Sie ist 1. Vorsitzende des Schutzengel Vereins, der sich für den Schutz von Kindern in Not einsetzt.

Seit mehr als 15 Jahren leistet der Verein Großes für die Kleinsten in der Stadt: Kinder und Jugendliche, die Gewalt erfahren haben. "Die Statistik sagt, es werden immer mehr Opfer", erzählt Karin Sarbandi. Und der Schatzmeister des Vereins, Jochen Burchardt, fügt hinzu: "Wenn nur der Verdacht der Dunkelziffer annähernd stimmt, gibt es ja einen Riesenanteil, der nie aufgedeckt wird." Genug Gründe für die Mitglieder, anzupacken.


v.l. Karin Sarbandi (1. Vorsitzende), Annette Steinschmidt (2. Vorsitzende) und Jochen Burchardt (Finanzen)

 

Der Verein bietet auf der einen Seite eine erste Anlaufstelle für Opfer und ihre Angehörigen und auf der anderen Seite finanzielle Hilfe für alles, was danach kommt. An einem Sorgentelefon hören die Schutzengel erst einmal zu und helfen dann, die nächste richtige Anlaufstelle zu finden. Diese sind zum Beispiel die ärztliche Beratungsstelle oder das Mädchenhaus. „Die leisten einfach tolle Arbeit und deshalb unterstützen wir diese und andere Einrichtungen finanziell so gut wir können“, so die 2. Vorsitzende Annette Steinschmidt. Auch das Jugendamt kommt oft auf den Verein zu und bittet um finanzielle Unterstützung für Therapien. Das Geld für die Schutzengel-Arbeit kommt aus Mitgliedsbeiträgen und zum größten Teil aus Spenden. „Wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten, könnten wir noch mehr helfen“, so Karin Sarbandi.

Manche Fälle aus den vergangenen zehn Jahren hat keines der engagierten Mitglieder vergessen. Den eines Jungen zum Beispiel, der über ein Jahr lang von mehreren Mitschülern missbraucht wurde. Nach dem Presserummel organisierte der Schutzengel Verein dem Fußballfan ein Wochenende im Mövenpick-Hotel und ein Treffen mit Arminia Bielefeld zum Abschalten.

      

„Neben all den belastenden Fällen gibt es auch schöne Momente in unserer Arbeit“, erzählt Annette Steinschmidt. Zum Beispiel dann, wenn sie bei einer Weihnachtsfeier im Kinderzentrum in strahlende Kinderaugen blicken kann oder sich Mütter und Kinder für einen Ausflug bedanken, den der Verein möglich gemacht hat. „Es sind die schönen Sachen, die die Kinder speichern.“ Der Verein möchte den Kindern und Angehörigen helfen, den Weg zurück in ein normales Leben zu finden. Trotzdem ist das nicht das einzige Ziel der Engelarbeit. „Wir möchten auch wachrütteln und den Leuten sagen: SCHAUT NICHT WEG!“ Der Verein will Mut machen, die Augen nicht zu verschließen.

Was wünschen sich die Mitglieder für die nächsten Jahre? „Dass wir die Kinder glücklich machen können – ein bisschen wenigstens“, lächelt Karin Sarbandi. Jochen Burchardt bringt es auf den Punkt: „Am meisten wünschen wir uns, dass die Hilfestellungen des Vereins gar nicht mehr nötig wären.“ Bis dahin sind die Schutzengel weiter im Einsatz.


Unsere 1. Vorsitzende - Frau Karin Sarbandi - erhielt eine Einladung des Bundespräsidenten zum Bürgerfest im Schloss Bellevue

Eine Anerkennung für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit zur Unterstützung missbrauchter und misshandelter Kinder. Frau Sarbandi wird zusammen mit unserer 2. Vorsitzenden - Frau Annette Steinschmidt - diesen Termin am 8. September wahrnehmen.

 


Einladungskarte des Bundespräsidenten
Bericht im Westfalen-Blatt

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